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some freaks are bigger than others …

Oktober 2, 2008

viel wurde in den letzten tagen über die vorkommnisse rund um das spiel fc hansa rostock gegen fc st.pauli berichtet, geschrieben, erzählt oder gemutmasst, unteranderem musste auch patrick gensing seinen „senf“ zum thema geben. auf seinem blog npd-blog.info liess er sich sehr ausführlich über seine eindrücke aus. dass sein oberflächlicher und schlecht recherchierter artikel auch in der presseschau von links-lang verlinkt wurde (hier), finde ich persönlich sehr schade und kritikwürdig, aber darum soll es hier nicht gehen. vielmehr möchte ich auf einen artikel von bad-blog.com und den natürlich subjektiven spielbericht von hansafans.de verweisen. ich finde beide werfen, trotz einigen fehleinschätzungen, in kombination mit der lektüre der aktuellen „hinter dem zaun“ und der „gazette“, dem infozine von usp, einen deutlich differenzierten blick auf das verhalten der aktiven und organisierten fanszenen beider vereine. dass ein solch differenzierter blick vielfach nicht erwünscht ist und die entwicklungen gerade innerhalb der rostocker fanszene von einigen schlichtweg als nicht anerkennungswürdig bewertet werden, erinnert mich an einen satz von theodor w. adorno aus „was bedeutet: aufarbeitung der vergangenheit“:

im hause des henkers soll man nicht vom strick reden; sonst hat man ressentiments

ich hoffe, dass auch in rostock menschen zukünftig die möglichkeit haben, zum fussball zu gehen oder an „perversen riots“ zu partizipieren ohne mit der unfreiheit von - “ja, aber nur mit nazis“ oder „nein, ohne mich“ – konfrontiert zu werden.

kleiner nachtrag: einen kleinen persönlichen spielbericht gibt es bei: auxarmes.blogsport.de

10 Kommentare

  1. Eigentlich ganz guter Artikel, jedoch kann und darf man (auch bei einer solch verschränkten Sicht der Paulianer auf die Rostocker FanSzene) bei rassistischen Pöbeleien nicht die Augen schließen. Was jedoch „Die Welt“ da nicht wieder alles mit den Suptras in Verbindung bringt, wäre fast schon wieder zum Lachen wenns nicht so traurig wäre.


  2. na ich glaube das problem ist auf beiden seiten nicht die aktive/ organisierte fanszene, wie ich aus einem kommentar entnehmen konnte, hatte usp in ihren infozine explizit daraufhingewiesen, dass sich in rostock einiges geändert hat. von daher sollten wir nicht mit den gleichen mechanismen wie die kritisierten medien arbeiten und von „den paulianerInnen“ oder „den rostockerInnen“ reden. typen wie patrick gensing, aber auch endstation-rechts aka matze brodkorb, die in ihrem sozialdemokratischen übereifer und ihrer profilierungssucht stigmatisierungen und schubladen-denken gerne in kauf nehmen, sollten sich mal überlegen, ob sie ihrem eigenen anspruch überhaupt gerecht werden. dunkel erinnere ich mich noch an einen artikel bei endstation-rechts, wo farbbeutel-würfe auf das dkb-schild als anschlag auf die einen tag später stattfindende anti-gewalt-konferenz dargestellt wurden. und ja rassistische sprüche und generell nazis haben weder in der kurve, noch im stadion und generell nirgendwo etwas zu suchen.


  3. [...] Scheiße! Knusperflocken hat tatsächlich schon einen mit Adorno gemacht. Wie geil ist das denn? Verfasst von besserscheitern Eingeordnet unter [...]


  4. Verstehe das Zitat in dem Zusammenhang nicht… und die ganze Aufregung übers Fußball sowieso nicht. Haben doch letzte Woche alle bekommen, was sie erwartet und erhofft hatten…


  5. Moin Knusperflocken,

    ich reagier hier mal auf Deinen letzten Kommentar beim Bad Blog, weil ich nicht weiß, ob da noch jemand liest. Ich habe nicht den Eindruck, dass Du meine Kommentare dort drüben wirklich gelesen hast, war ja auch ‘ne Menge Kram, aber meine Querfront-Nummer bezog sich auf die Propagierung des Modells Dynamo Dresden durch Herrn Nigma.

    Da ich naturgemäß auf der anderen Seite der Bullen war, weiß ich natürlich nicht, ob die „aktive Fanszene“ (Deine Formulierung) da anschließend mit am Start war oder nicht und habe dies doch (in Comment 33) auch ausdrücklich in Frage gestellt.

    Andererseits würde es mich nun auch wundern, wenn Euer 27A da anschließend tatenlos nach Hause geht, wenn es an allen Ecken und Orten knallt, denn schließlich gehört das „Ranwollen“ und „Rumwuscheln“ mit den anderen Jungs schon zum Ultrà-Geschäft oder etwa nicht? Mein Eindruck ist übrigens auch eher, dass Ihr Euch da mit USP schon „versteht“, in dieser Hinsicht.

    Mein Problem mit „Euch“ bleibt, dass mir nicht klar ist, wieso „Euch“ nicht klar ist, dass „Ihr“ den Faschos gegen „uns“ genau das Forum bietet, dass „Ihr“ ihnen den Rest des Jahres streitig machen wollt. Es ist ja geradezu rührend, wie sehr hier darum gebeten wird, dass man endlich mal die Veränderungen in Rostock zur Kenntnis nimmt, aber ganz ehrlich: Vor lauter Nazis und Hools hätte ich die als St. Paulianer an dem betreffenden Freitag noch nicht mal wahrnehmen können, wenn ich unbedingt gewollt hätte.

    Von daher: So lange das so ist, weiß ich immer noch nicht, warum „wir“ „Euch“ mehr aufregen als der Nazi-Hool-Mob in „Eurem“ Stadion. So long.


  6. @ thorsten:

    das zitat bezog sich darauf, dass ein nicht ungewichtiger teil beider fanszenen, wie in den unzähligen diskussionen zu sehen war, nicht bereit war/ist eine differenzierten blick auf die geschehnisse zu werfen. ich denke dabei weniger an die menschen, welche hier lesen als vielmehr die leserInnen diverser internetforen. da sind auf der einen seite die jenigen paulianerInnen, die nur nazis sehen und sehen wollen und die rostockerInnen, die nicht akzeptieren wollen, dass nazis nun mal scheisse sind. naja und wenn mensch dann davon redet, dass die sache ja nun nicht so schwarz-weiß ist und probleme anspricht, erntet er ressentiments, deshalb das zitat.


  7. [...] sollte es schon vor einigen Tagen eine Zusammenfassung der letzten Fußballrandale (1,2,3) in der lokalen Blogossphäre geben, doch unsere Spione warnten uns, dass womöglich noch [...]


  8. „ich hoffe, dass auch in rostock menschen zukünftig die möglichkeit haben, zum fussball zu gehen oder an “perversen riots” zu partizipieren ohne mit der unfreiheit von – ”ja, aber nur mit nazis” oder “nein, ohne mich” – konfrontiert zu werden.“

    Arschloch. Mit Leuten wie dir wären gewisse Szenen in Ost-Deutschland oder zum Beispiel auch die Skinhead-Szene nie von Nazis gesäubert worden.

    „ich hoffe, dass auch in rostock menschen zukünftig die möglichkeit haben, zu parties zu gehen, zu saufen oder menschen zusammenzuschlagen, ohne mit der unfreiheit von – ”ja, aber nur mit nazis” oder “nein, ohne mich” – konfrontiert zu werden.“.

    Sagte ich schon, „Arschloch.“?


  9. @ Antifa Genie (aussm Osten!)

    Hasst du dir den zitierten Satz wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen? Du stehst doch zumindest nach deinem Posting bei mir auf Argumente. Dann nehm den Satz doch mal auseinander!

    Unter welchen Bedingungen randaliert jemand, wenn er nicht mehr vor der Alternative steht, nicht mit Nazis zu Randalieren oder garnicht zu randalieren?

    Kannst du denn etwa auch ohne Logik Szeneputzen?


  10. Lustig, ich hätte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.



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