Archiv für März 2008

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homophobe beschimpfungen in der fussballfanszene

März 23, 2008

wie ich bereit vor einigen wochen hier geschrieben hatte ist homophobie in der fussballfanszene weiter verbreitet. damals entstammt die idee einem foto aus dem internet, welches als ich den artikel geschrieben hatte leider nicht auszufinden war. nun habe ich das foto wiedergefunden und möchte dieses foto, besser die zwei fotos meinen leserInnen selbstverständlich nicht vorenthalten. die „kreativen“ köpfe hinter dieser aktion ist die ultragruppe „cosa nostra„ vom „tsv 1860 münchen“ im allgemeinen nicht gerade für ihre progressivität bekannt. die „beschimpften“ sind in diesem fall die ultragruppen vom „fc bayern münchen“ (schickeria münchen) und „fc st. pauli“ (ultra sankt pauli, usp), welche sich gemeinsam beim antirassistischen netzwerk „alerta network“ engagieren.

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„antirassistische aktionswoche 2008″ – ein rückblick

März 21, 2008

stellt euch vor, es ist „antirassistische aktionswoche 2008“ und kaum ein mensch scheint interesse zu zeigen. ohne grössere anteilnahme gerade der alternativen szene von rostock ist die „antirassistische aktionswoche 2008″ der [a.i.r.] gestern zu ende gegangen. konnte mensch die geringe beteiligung der vorjahre vielleicht mit dem konzept eine komplette veranstaltungsreihe nur durch filme und diskussionen über diese und deren thematik erklären, ist die [a.i.r.] dieses jahr einen anderen weg gegangen und hat eine veranstaltungsreihe mit filmen, vorträgen und aktionstagen auf die beine gestellt. leider waren die teilnehmendenzahlen auch dieses jahr meist recht niedrig,  scheinbar ist das interesse am thema „rassismus“ jenseits von rechtsextremistInnen bei sich als linkspolitisch bezeichende menschen nicht sonderlich ausgeprägt. als einzige veranstaltung, welche in bezug auf die besucherInnenzahl und dem anspruch in meinen augen als „erfolgreich“ bezeichnet werden kann, war der aktionstag „gemeinsam feiern, gemeinsam kämpfen“ am letzten dienstag im asylbewerberInnenheim in der satower strasse. persönliche eindrücke von diesem tag/ abend gibt es beim pfeffiproll (hier).

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fussball-streetart

März 20, 2008

seit mehreren tagen ziert ein neues 2 bis 2,5 m hohes „acab“-graffiti eine wand in der nähe meiner wohnung. wie in manch anderer ostdeutschen stadt auch, ist die hiesige streetart-/ graffiti-szene stark durch die fussballfanszene geprägt. leider gibt es, bis auf die bilder von der suptras-homepage (hier) derzeit noch keine homepage, auf welcher die gesamten arbeiten aus rostock zu bestaunen sind. da sind andere städte schon einen schritt weiter, aus jena gibt es z. bsp. www.1903prozent.de und aus dresden  www.dynamostyles.de. ich persönlich muss allerdings zu geben, dass mich die streetart-sachen aus der fussball-szene zum grössten teil nicht besonders ansprechen. die ständige wiedergabe von “acab“, diversen gruppenlogos oder gruppennamen ist in meinen augen nicht sehr kreativ und langweilt mit der zeit, da finde ich streetart-kunst wie jene hier schon um klassen besser.

whole car mit „sr“-(suptras rostock) und „ac“-(action connection rostock) schriftzug 

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fundstück des tages …

März 20, 2008

ein sehr interessantes projekt mit einem virtuellen stadtrundgang durch das jüdische leipzig habe ich via hier gefunden.

ansonsten wissen „frittenbude“ gerade mit dem song „es dreht sich alles um uns beide“ zugefallen, gefunden hier.

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gegen „gegen den modernen fussball“ (#2) – die „50+1″-regelung

März 19, 2008

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ein transpi mit der forderung, dass die “50+1″-regelung“ nicht fallen darf, präsentierten hansafans am vorletzten spieltag beim msv duisburg. doch was ist eigentlich die „50+1″-regelung und was hat sie mit dem „modernen fussball“ zu tun ? wie bei allen profifussballvereine ergibt sich eventuell auch bei „hansa rostock“ die notwendigkeit die profi-mannschaften aus dem eigentlichen verein auszugliedern, schreibt das deutsche vereinsrecht doch vor, dass ein verein als eingeschriebener verein (kurz e.v.) einem ideellen zweck verfolgen muss und aus diesem keinen grösseren gewinn erwirtschaften darf.

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das neue semester steht vor der tür …

März 18, 2008

und wiederum ist das angebot an interessanten seminaren und vorlesung an der uni nicht sonderlich gross. gerade am institut für soziologie und demographie ist diese negative entwicklung deutlich sichtbar, ist doch die anzahl der veranstaltung, welche sich mit sozialphilosophie beschäftigen auf ein gerade noch wahrnehmbares mindestmass geschrumpft. es ist anzunehmen, dass die prüfungsordnung für “sozialwissenschaften“ (einer kombination aus demographie, vwl und soziologie), dem neuen naturwissenschaftlichen mode-studienfach mit ein paar pflicht-semesterstunden „soziologische theorie und theoriegeschichte“, die komplette verdrängung aus der rostocker universität bisher blockiert.

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„sex-pop“, „pop-kultur“, „pop-art“ und die rauchende hannah arendt

März 18, 2008

endlich ist es soweit, knusperflocken geht auf „klicks-jagd“. bei meinem täglichen streifzug durch das 2nd-life bin ich auf der homepage von roger behrens über den artikel „sex-pop“ gestolpert. roger behrens, dozent an mehreren universitäten, spricht im anschluss an die erkenntnisse u.a. von adorno, benjamin, horkheimer, aber auch von bertolt brecht von der aufhebung (*hier im sinne hegels als negation, aufbewahrung und erhöhung*) von „kulturindustrie“ und fordismus zum „pop“ (*kurz für populärkultur*) im zeitalter des post-fordismus. “popkultur“ kann man lt. behrens von „kulturindustrie“ insofern unterscheiden, als dass das zur-ware-werden der kultur im fordismus, sich in das zur-kultur-werden der ware gewandelt hat.

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fussball im ehemaligen jugoslawien …

März 15, 2008

wie ich bereits vor einiger zeit geschrieben hatte, haben nationalistische tendenzen in der fussballfanszene des ehemaligen jugoslawien eine sehr grosse bedeutung. so kam es, wie newskick.de und goal.com berichten, am 02.03.2008 in vukovar zu einer grossdemonstration von 2.500 fussballfans diverser kroatischer vereine. anlass dieser für eine fussballfanszene ungewöhnlichen demo war der angriff auf ein studentenwohnheim am 14.02.2008 in der stadt vukovar. lt. presseberichten sollen die angreifer, während des übergriffes „roter stern belgrad“-fanschals getragen und mit dieser aktion gegen eine neue schulverordnung protestieren haben. in den schulen von vukovar, welches im grenzgebiet von kroatien und serbien liegt und traurige berühmtheit durch ein massaker serbischer soldaten und freischärler an der bevölkerung am 18. november 1991 erlangt, wurde bisher sowohl in serbisch als auch in kroatisch unterrichtet. laut der neuen verordnung darf serbisch von nun an nur noch im nachmittagsunterricht gesprochen werden und kroatisch wird zur hauptschulsprache. mit dem aufruf der beiden stärksten kroatischen fanszenen „bad blue boys zagreb“ und „torcida hajduk split“ sollte für einen tag das „kriegsbeil begraben“ werden und gemeinsam in der, für die kroatische nationalidentität wichtigen stadt demonstriert werden. der mit vielen kroatischen nationalfahnen „geschmückte“ aufzug endete ganz symbolträchtig an einem mahnmal, wo kränze und blumen niedergelegt wurden. 

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weitere bilder von der demonstration 

artikel zu vukovar aus der jungle world

eine andere nachricht aus dem ehemaligen jugoslawien gibt ebenfalls eine einblick in die fussballszene vor ort:

solomon opaku, ein ghanaischer fussballspieler beim serbischen verein „borac cacak“, ist am letzten wochenende opfer eines rassistischen angriffs der eigenen fans geworden und verletzt. ungefähr zehn personen griffen den spieler an und beschimpften ihn. sechs täter konnten bisher festgenommen werden  

quelle: ultrafans.de/ sportnet.at

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hurra, hurra das ganze dorf ist da !!!

März 15, 2008

unter diesem motto stand wohl der gestrige abend auf der „ms stubnitz„. die „no fidelity„-crew hatte zur grossen geburtstagssause geladen und alle waren da. der abend begann erstmal mit einer von mir verpennten verabredung, nachdem wir dann endlich auf der „stubnitz“ angekommen waren und mir bereits auf den ersten metern sehr viele bekannte gesichter über den weg liefen. stand sehr schnell fest, dass es nur zwei möglichkeiten gab den abend zu gestalten, entweder verschwinde ich direkt nach dem auftritt von „egotronic“ und entkomme so dem “teufelszeugs“ namens alkohol oder eben nicht. *anmerkung knusperflocken: ich bin dem „teufelszeug“ nicht entkommen*. auf jeden fall begannen „egotronic“ schon sehr bald und es sollte eine teils bizarre show werden, wollte doch der sänger einer in meckpomm ansässigen ska-combo, torsun gesanglich bei „raven gegen deutschland“ unterstützen. nachdem er im laufe der show unter alkoholeinfluss mehrere male die technik „umgerissen“ hatte und diverse male die antifaschistische schließung des „ecc“ forderte, waren wahrscheinlich nicht wenige menschen froh als er die bühne verliess. leider muss ich sagen, dass sich, bis auf die teils skurilen bühneneinlagen des ska-combo-sängers, das gestrige konzert in die reihe der allseits bekannten und eher langweiligen “egotronic“-konzerte eingereiht hat, gehen mir persönlich auf der einen seite die diversen „alle bullen sind schweine“-, „acab“-, „antifa-hooligan“-gesänge usw. gewaltig auf den „keks“, sind es auf der anderen seite die jungs von „egotronic“, die wie all die dorf-festkapellen auch sehr genau wissen, was ihr publikum hören möchte, da wird bei der probe schnell mal die melodie von „seven nation army“ angespielt und das publikum antwortet mit einem lauten „alle bullen sind schweine“. dass sich torsun dann über angebliche „fussballhooligan“-sprüche des vorhin genannten sängers echauffiert, scheint in solchen momenten doch sehr verwunderlich.

der weitere abend verging dann wie im fluge neben den vielen schönen begegnungen *ich will auch katzenohren*, waren auch diversen manchmal zwanghaften small-talks unter dem motto: „wenn wir uns schon sehen, können ja auch gleich noch ein paar bedeutunglose worte austauschen“ – nicht dass ich die menschen, mit welchen ich gesprochen haben nicht mag, ganz im gegenteil, vielmehr ist es der zwang des sich unterhalten müssen – mehreren bieren und vielen „hallo“s und „wie geht es ?“, fand ich dann den weg zum „saufproleten-niklotstreet-trashcore-floor“ und möchte mich nur noch bruckstückweise an den rest erinnern …

ps: weil es so schön ist und gerade in meine „post-kater“-stimmung passt

anna ternheim – my secret

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gegen „gegen den modernen fussball“ (#1)

März 12, 2008

nach langer 2nd-life-abwesenheit würde ich gerne mit einer kleinen reihe rund um das thema „gegen den modernen fussball“ beginnen. obwohl ich mich als ultraszene-sympathisant sehe (*warum werde ich in einer späteren folge ausführen*), möchte ich nicht unbedacht auf den „ich-bin-ultra-und-gegen-den-modernen-fussball“-zug aufspringen. das thema „gegen den modernen fussball“, ich werde den begriff vorerst unkommentiert stehen lassen, kann wohl mit recht als identitätsmerkmal der „ultra-sub-kultur“ betrachtet werden. unter der losung “du bist nicht gegen den modernen fussball, dann bist du auch kein ultra“, führen nahezu alle ultra-gruppen, egal ob sie fangruppen eines kreisligisten oder champion-league-teilnehmer sind diskussionen zum thema „moderner fussball“. als beispiel unter vielen kann der positionierungstext der „schickeria münchen“ genommen werden:

Gegen den modernen Fußball

Wir haben uns als Gruppe gegen den modernen Fußball positioniert. Dieser Slogan findet sich inzwischen in so gut wie jeder Kurve, dabei ist er bei den wenigsten mit Inhalt gefüllt. Für uns heißt er nicht, dass wir uns gegen jede Entwicklung im Fußballsport der letzten Jahre stellen. Wir kritisieren aber, dass für die Bosse in Vereinen, Verbänden und Konzernen die Profitmaximierung in Bezug auf den Volkssport Fußball total in den Mittelpunkt gerückt ist und dabei keinerlei Rücksicht auf die Interessen von Fans und die Tradition von Vereinen genommen wird. Für uns ist ein Fußballverein immer noch das Allgemeingut der Fans in der Kurve, jahrelanger Vereinsmitgliedern und der Jugendlichen der Stadt, nicht das Spekulationsobjekt irgendwelcher Konzerne und Manager!

ein begriff, welcher nicht nur bei der „schickeria münchen“ sehr oft in diesem zusammenhang fällt, ist der von „tradition“. es ist der „moderne fussball“ und seine vermeintlichen macherInnen, welche jegliche formen von tradition – den traditionsverein, die traditionsfans, die traditionsvereinsfarben, der traditionsstadionname, die traditionsstadionbratwurst, usw. - zerstören. als einer dieser macher, die den „guten fussball“ mit all seinen traditionen zerstören möchte, gilt dietmar hopp, einer der begründer von „sap“. dietmar hopp engagiert sich seit einigen jahren beim „tsg 1899 hoffenheim“ und hat durch viel eigenkapital eine fussballmannschaft aufgebaut, welche unter der leitung von ralf rangnick, auch als „fussballprofessor“ bekannt, eine schnellen und modernen fussball spielt. so hat die „tsg 1899 hoffenheim“ vor beginn der saison nach dem „fc bayern münchen“ das meiste geld für neuverpflichtungen ausgegeben, spieler wie carlos eduardo, wechselten lieber nach hoffenheim als in eine der europäischen topligen. letztendlich steht der club derzeit auf dem 4. platz in der 2. bundesliga und klopft vehement an die „aufstiegs-tür“ zur 1. bundesliga an. doch nicht erst dieser erfolg führte dazu, dass dietmar hopp und die „tsg 1899 hoffenheim“ ein beliebtes angriffziel diverser ultra-gruppen sind. (siehe foto unten) zum thema: tsg 1899 hoffenheim, dietmar hopp und tradition hat sich „plastersteine“ aus essen mal gedanken gemacht (hier).

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1. fc kaiserslautern – tsg 1899 hoffenheim

fortsetzung folgt